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Zu Beginn des 18. Jahrhunderts vollzog sich ein tiefgreifender kultureller Wandel in Europa, der mit neuen Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Schokolade sowie Tabak und exotischen Gewürzen eine Verfeinerung der Tischsitten sowie der Innenausstattungen der bürgerlichen Wohnhäuser mit sich brachte. Aufwändige Vitrinenschränke, wie sie vor allem in der Aachen-Lütticher Region im 18. Jahrhundert hergestellt wurden, präsentierten den Stolz der bürgerlichen Gesellschaft, das Porzellan. Das "weißes Gold" galt als Inbegriff des höfischen Luxus, denn bis Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Porzellan ausschließlich aus Ostasien (China, Japan) importiert. Um 1709/1710 gelangen Johann Friedrich Böttger (*1682 +1719) erste Versuche, Porzellan in Europa herzustellen. Aus diesen Bestrebungen, stets gefördert durch August den Starken, erwuchs schließlich die Meißener Porzellanmanufaktur, die bis heute qualitätsvollstes Porzellan produziert.
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