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Der Begriff "Biedermeier" bezeichnet den vor allem in Deutschland und Österreich verbreiteten Stil zwischen dem Wiener Kongress 1815 und der Märzrevolution 1848. Ihn kennzeichnet eine nüchterne Strenge und sachliche Formgebung, die den Rückzug in die "kleinbürgerliche Behaglichkeit" begleitete. Schlichtheit und Zweckmäßigkeit bestimmten die Inneneinrichtungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Vorliebe für Symmetrie zeigt sich vor allem bei den Möbeln, dem obligatorischen Vitrinenschrank mit Glas und Porzellan und der Sitzgruppe, bestehend aus Sofa, Tisch und Stühlen.
Ein Familienportrait über dem Sofa schildert das bürgerliche Selbstverständnis der Biedermeierzeit, das der Karlsruher Literat Victor von Scheffel (*1826 +1886) 1848 mit der Schilderung seiner Philistertypen Biedermann und Bummelmeier vorgegeben hat.
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